14 Tage Nord- und Südinsel — Neuseeland-Wohnmobilroute
ROUTE

14 Tage Neuseeland mit Camper: Nord- und Südinsel

14 tage neuseeland route

Route Tag für Tag
Aoraki-Routen
  • Fähr-Etappe
  • Gletscher-Etappe
  • Seen-Etappe
  • früh-buchen
  • snacks-einpacken
Dauer 14 Tage
Inseln Beide
Distanz ~3080 km
Schlafplätze 2er- oder 4er-Camper

Früh am Morgen auf dem Campingplatz: Die Schiebetür des Campers geht auf, kühle Luft kommt herein, der Wasserkessel dampft und leise rollen die ersten Reifen Richtung nächstem Pass. Dann liegt die Tagesroute auf dem Tisch — und Neuseeland wirkt plötzlich nah und zugleich größer, als die Karte vermuten ließ.

Zwei Wochen für beide Inseln funktionieren, aber es ist keine gemütliche Runde. Diese Route führt von Auckland nach Christchurch, überquert die Cook Strait einmal und lässt Milford Sound im Plan, ohne die Fahrzeiten schönzureden.

Sie folgt grob der 14-Tage-Route von Nord nach Süd und berührt die Regionsseiten zu Auckland, Rotorua, Tongariro National Park, Wellington, Picton, West Coast, Wanaka, Queenstown, Milford Sound, Lake Tekapo und Christchurch. März passt meist am besten zu Wetter, Tageslicht und Auslastung der Campingplätze.

Hol dir diese Route als druckbaren Plan mit passender Holiday-Park-Auswahl, oder schick uns deine Reisedaten — dann passt ein Planer das Tempo an eure Gruppe an.

So ist diese Route getaktet

Das ist eine 14-tägige One-Way-Route für Reisende, die beim Wohnmobil mieten in Neuseeland beide Inseln sehen möchten und drei lange Fahrtage akzeptieren. Sie passt gut für einen 2-Bett-Camper oder kompakten 4-Bett-Camper. Ein 6-Bett-Wohnmobil schafft die Strecke auch, ist aber in Queenstown beim Parken, auf der Crown Range Road auf 1.121 m und auf engen Holiday-Park-Stellplätzen langsamer.

Der Kompromiss ist simpel: Ihr seht beide Inseln, habt aber nicht viele trödelige Morgen. Die echten Ruhetage solltet ihr deshalb schützen.

In Neuseeland fährt man links. Ein ausländischer Führerschein auf Englisch ist 12 Monate gültig; ist er nicht auf Englisch, braucht ihr einen internationalen Führerschein oder eine beglaubigte Übersetzung. Das Mindestalter für die Camper-Miete liegt je nach Anbieter und Fahrzeugklasse häufig zwischen 18 und 25 Jahren.

Lest das zusammen mit dem Guide zur Cook-Strait-Fähre mit Campervan, dem Guide zum Freedom Camping in NZ, dem Fahrzeuggrößen-Guide 2-Bett vs. 4-Bett und dem Artikel Was eine Neuseeland-Camperreise wirklich kostet. Fährplätze in der Hochsaison solltet ihr etwa 4 Monate vorher klären, nicht 2 Wochen vorher.

Tag für Tag

Tag ~3
Tag ~3
  1. Tag 1: Auckland → Rotorua. Distanz: 230 km. Reine Fahrzeit: 3 Std. 15 Min.; realistisch mit Stopps: 4,5 Std. Straßen: SH1, SH2, SH27, SH5. Übernachtung: Rotorua Thermal Holiday Park. Tipp: nach Einbruch der Dunkelheit den Redwoods Treewalk gehen. Tanken und Einkaufen: erster großer Supermarktstopp in Auckland oder Rotorua, mittlerer Verbrauchstag.
  2. Tag 2: Standorttag in Rotorua. Distanz: 40 km lokal. Reine Fahrzeit: 45 Min.; realistisch mit Stopps: 2 Std. Übernachtung: Rotorua Thermal Holiday Park. Tipp: Wai-O-Tapu früh besuchen, bevor Reisebusse den Parkplatz füllen. Tanken und Einkaufen: wenig Sprit, am Stellplatz kochen.
  3. Tag 3: Rotorua → Tongariro National Park. Distanz: 180 km. Reine Fahrzeit: 2 Std. 45 Min.; realistisch mit Stopps: 4 Std. Straßen: SH5, SH1, SH47. Übernachtung: Tongariro Holiday Park. Tipp: bei klarem Wetter von Whakapapa Village zu den Taranaki Falls laufen. Tanken und Einkaufen: in Taupō volltanken, beim Nationalpark ist die Auswahl begrenzt.
  4. Tag 4: Tongariro → Wellington. Distanz: 330 km. Reine Fahrzeit: 4 Std. 30 Min.; realistisch mit Stopps: 6 Std. Straßen: SH1 über die Desert Road. Übernachtung: Wellington TOP 10 Holiday Park, Lower Hutt. Tipp: abends an Wellingtons Waterfront spazieren. Tanken und Einkaufen: hoher Verbrauchstag, gute Stopps in Taihape und Levin.
  5. Tag 5: Wellington → Picton → Nelson. Distanz: 110 km Fahrt plus Fähre. Reine Fahrzeit: 1 Std. 45 Min.; realistisch mit Verladen auf die Fähre: 6 bis 6,5 Std. Fähre: Interislander oder Bluebridge, Wellington nach Picton, 3 Std. 20 Min. Überfahrt und etwa 3,5 Std. mit Einschiffen. Übernachtung: Nelson City TOP 10 Holiday Park. Tipp: bei der Einfahrt durch den Tory Channel in die Marlborough Sounds draußen sitzen. Tanken und Einkaufen: Essen auf der Fähre ist unkompliziert, aber teurer; in Nelson Vorräte auffüllen.
  6. Tag 6: Nelson → Westport. Distanz: 225 km. Reine Fahrzeit: 3 Std. 15 Min.; realistisch mit Stopps: 5 Std. Straße: SH6 durch die Buller Gorge. Übernachtung: Westport Kiwi Holiday Park. Tipp: den Cape-Foulwind-Track zur Robbenkolonie laufen. Tanken und Einkaufen: mittlerer Verbrauchstag, in Murchison oder Westport nachtanken.
  7. Tag 7: Westport → Franz Josef. Distanz: 280 km. Reine Fahrzeit: 4 Std.; realistisch mit Stopps: 6 Std. Straße: SH6 entlang der West Coast. Übernachtung: Franz Josef TOP 10 Holiday Park. Tipp: unterwegs bei den Punakaiki Pancake Rocks und Blowholes halten. Tanken und Einkaufen: hoher Verbrauchstag, Supermärkte in Greymouth und Hokitika.
  8. Tag 8: Franz Josef → Wanaka. Distanz: 285 km. Reine Fahrzeit: 4 Std.; realistisch mit Stopps: 6 Std. Straße: SH6 über den Haast Pass, 564 m. Übernachtung: Wanaka Lakeview Holiday Park. Tipp: vor dem Verlassen der Gletscherregion die kurze Runde am Lake Matheson laufen. Tanken und Einkaufen: hoher Verbrauchstag, vor Haast auffüllen, wenn der Tank unter halb voll ist.
  9. Tag 9: Standorttag in Wanaka. Distanz: 20 km lokal. Reine Fahrzeit: 30 Min.; realistisch mit Stopps: 2 Std. Übernachtung: Wanaka Lakeview Holiday Park. Tipp: auf den Mount Iron laufen für den Blick über See und Becken. Tanken und Einkaufen: wenig Sprit, großer Supermarktstopp in Wanaka.
  10. Tag 10: Wanaka → Queenstown. Distanz: 70 km über die Crown Range oder 115 km über Cromwell. Reine Fahrzeit: 1 Std. 30 Min.; realistisch mit Stopps: 3 Std. Straßen: Crown Range Road auf 1.121 m oder SH6 über Cromwell für größere Fahrzeuge. Übernachtung: Creeksyde Queenstown. Tipp: vor Queenstown zwei Stunden in Arrowtown einplanen. Tanken und Einkaufen: niedriger bis mittlerer Verbrauchstag, Parken ist der eigentliche Kostenfaktor.
  11. Tag 11: Queenstown → Te Anau. Distanz: 170 km. Reine Fahrzeit: 2 Std. 15 Min.; realistisch mit Stopps: 3,5 Std. Straßen: SH6, SH94. Übernachtung: Tasman Holiday Parks Te Anau. Tipp: nach dem Abendessen am Seeufer entlanglaufen. Tanken und Einkaufen: mittlerer Verbrauchstag, Lebensmittel vor der Abfahrt in Queenstown kaufen.
  12. Tag 12: Te Anau → Milford Sound → Te Anau. Distanz: 240 km hin und zurück. Reine Fahrzeit: 4 Std.; realistisch mit Stopps: 7 bis 8 Std. Straße: SH94 durch den Homer Tunnel. Übernachtung: Tasman Holiday Parks Te Anau. Tipp: eine Milford-Sound-Cruise um die Mittagszeit buchen und Te Anau um 7 Uhr verlassen. Tanken und Einkaufen: hoher Verbrauchstag, Mittagessen mitnehmen, da es in Milford nur begrenzte Optionen gibt.
  13. Tag 13: Te Anau → Lake Tekapo. Distanz: 410 km. Reine Fahrzeit: 5 Std.; realistisch mit Stopps: 7 Std. Straßen: SH94, SH6, SH8 über den Lindis Pass, 965 m. Übernachtung: Lakes Edge Holiday Park, Lake Tekapo. Tipp: die Church of the Good Shepherd in der Dämmerung besuchen. Tanken und Einkaufen: größter Verbrauchstag, in Te Anau, Cromwell oder Omarama volltanken.
  14. Tag 14: Lake Tekapo → Christchurch. Distanz: 230 km. Reine Fahrzeit: 3 Std.; realistisch mit Stopps: 4 Std. Straßen: SH8, SH79, SH1. Übernachtung falls nötig: North South Holiday Park, Christchurch. Tipp: vor der letzten Fahrt über die Canterbury Plains bei der Fairlie Bakehouse stoppen. Tanken und Einkaufen: mittlerer Verbrauchstag, Quittungen aufbewahren und vor der Fahrzeugrückgabe nachtanken.

Wo ihr Tempo rausnehmt — und was ihr streichen könnt

Nehmt euch Zeit in Rotorua, an der West Coast, in Wanaka und in Te Anau. Genau dort kostet eine späte Ankunft am meisten, weil das beste Zeitfenster oft morgens beim Wetter oder früh beim Parken liegt.

Die besten Morgen auf dieser Route sind oft die stillen: der See liegt glatt da, und alle auf dem Campingplatz tun so, als würden sie nicht um den Toaster konkurrieren.

Streicht zusätzliche Zeit in Auckland, außer ihr kommt müde aus Europa oder Nordamerika an. Streicht einen ganzen Sightseeing-Tag in Wellington, außer Museen sind euch wichtiger als Berge. Streicht Nelson, wenn eure Fähre spät ankommt; fahrt nur bis Picton Top 10 oder Blenheim Top 10 und akzeptiert am nächsten Tag eine längere Etappe zur West Coast.

Plant den Tongariro Alpine Crossing nicht nebenbei ein. Das ist ein kompletter alpiner Tag im Tongariro National Park, mit Shuttle-Logistik und Wetterrisiko. Wenn er ein Kernpunkt eurer Reise ist, nehmt besser die 21-Tage-Route von Nord nach Süd.

Wenn ihr 2 zusätzliche Tage habt

Tag ~7
Tag ~7

Hängt eine Nacht in Wellington vor der Fähre an und eine Nacht in Queenstown oder Wanaka. Damit entschärft ihr die zwei häufigsten Engstellen: das Timing der Cook Strait und das Wetter im Süden.

Ein Puffer in Wellington bedeutet, dass eine Fährverspätung nicht eure Picton-bis-West-Coast-Abfolge ruiniert. Ein Puffer in Queenstown oder Wanaka lässt euch die sicherere Straße wählen, falls auf der Crown Range Eis liegt, oder die SH6 über Cromwell nehmen, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.

Wenn Aoraki/Mount Cook eure Priorität ist, legt die zusätzliche Nacht statt in Lake Tekapo auf den White Horse Hill DOC Campground nahe Mount Cook / Aoraki. Im Sommer früh buchen und selbst in der Nebensaison mit kalten Nächten rechnen.

Wenn ihr einen Tag hinterher seid

Die sauberste Rettung ist: Nelson streichen und an einem Tag von Picton nach Westport fahren, etwa 305 km und 5 Std. reine Fahrzeit über die SH6, mit Stopps eher 7 Std. Das ist nicht elegant, schützt aber die Gletscherküste, Wanaka und Milford Sound.

Die zweite Rettung ist, den Standorttag in Wanaka zu streichen. Fahrt von Franz Josef nach Wanaka, schlaft dort, und weiter am nächsten Tag nach Queenstown. Streicht Te Anau vor Milford nicht, außer ihr seid bereit, Milford Sound durch einen langen Bustag ab Queenstown zu ersetzen.

Wenn Müdigkeit das Problem ist, verlangsamt die Reise und lasst Milford weg. Neuseelands Straßen bestrafen müde Fahrer, besonders nach Langstreckenflügen und auf den schmalen Highways der Südinsel.

Was diese Reise realistisch kostet

Tag ~10
Tag ~10

Wir nennen auf dieser Seite keine festen NZD-Gesamtkosten, weil Mietpreise, Fährtickets, Sprit sowie Hütten oder Powered Sites in Holiday Parks je nach Saison schwanken. Der passende Kostenartikel ist Was eine Neuseeland-Camperreise wirklich kostet — dort lässt sich das Tagesbudget besser modellieren.

Bei dieser Route liegt der größte Kostendruck auf Tag 5 wegen der Cook-Strait-Fähre, auf den Tagen 7, 8, 12 und 13 wegen Sprit sowie in Queenstown wegen kostenpflichtigem Parken oder hoher Nachfrage nach zentralen Holiday Parks. Essen bleibt am leichtesten planbar, wenn ihr in Auckland, Rotorua, Nelson, Greymouth oder Hokitika, Wanaka, Queenstown und Christchurch einkauft, statt euch auf kleine alpine Orte zu verlassen.

Ein Self-contained Camper bringt mehr Flexibilität, aber Freedom Camping ist kein Freifahrtschein. Lest Freedom Camping in NZ und Self-contained-Zertifizierung erklärt, bevor ihr kostenlose Nächte fest in eure Ersparnis einrechnet.

Ein ruhiger Moment auf der 14-Tage-Route Nord- und Südinsel

Der langsame Teil dieser Route ist der Teil, der die Fotos verdient — der Morgen, an dem die Wolken vom See abziehen, die Nacht, in der die Kinder beim Sterne-Zählen einschlafen. Plant das Tempo so, dass diese Momente nicht optional sind.

Zwei Wochen für beide Inseln — die Dauer, nach der am häufigsten gefragt wird.

14 Tage Nord- und Südinsel — FAQ

Können wir einen Tag streichen, ohne die Route kaputtzumachen?
Ja, aber ihr müsst einen Ort herausnehmen, nicht einfach schneller fahren. Am wenigsten schadet es, den Standorttag in Wanaka zu streichen: Dann werden Franz Josef nach Wanaka und Wanaka nach Queenstown zu zwei Reisetagen hintereinander. Härter ist es, Nelson nach der Fähre zu streichen. Spart den Tag nicht dadurch ein, dass ihr Te Anau – Milford – Lake Tekapo an einem Tag fahrt. Das wird für einen sicheren Wohnmobil-Tag zu lang.
Sind es an Tag 7 wirklich 6 Stunden Fahrt?
Ja. Westport nach Franz Josef ist einer dieser Tage, an denen die Karte leichter aussieht, als sich die Straße anfühlt. Die SH6 ist landschaftlich großartig, aber langsam: einspurige Brücken, nasse Waldabschnitte, Ortsdurchfahrten mit Tempolimits und viele Fotostopps. Reine Fahrzeit sind etwa 4 Stunden. Mit Punakaiki, Hokitika, Tanken, Mittagspause und Wetter sind 6 Stunden ein realistischer Tag, kein pessimistischer.
Was passiert, wenn unsere Fähre Verspätung hat?
Wenn die Fähre von Wellington nach Picton ein paar Stunden verspätet ist, bleibt in Picton oder Blenheim, statt müde bis Nelson weiterzufahren. Picton Top 10 und Blenheim Top 10 sind sinnvolle Ausweichoptionen. Am nächsten Tag fahrt ihr entweder eine längere Etappe von Picton oder Blenheim nach Westport oder streicht Nelson ganz. In der Hochsaison sollte eure erste Nacht auf der Südinsel möglichst flexibel sein, und direkt nach der Überfahrt solltet ihr keine bezahlte Aktivität buchen.
Geht diese Route im Winter?
Ja, aber es wird eine andere Reise. Juni bis August bedeutet kürzere Tage, kältere Campingplätze, mehr Regen an der West Coast und mögliches Eis auf der Crown Range, am Lindis Pass und auf der SH94 nach Milford Sound. Nehmt Schneeketten mit, wenn eure Mietbedingungen es verlangen, und lest Snow chains in NZ, bevor ihr euch festlegt. Für die meisten Erstbesucher bieten März, April, Oktober oder November die deutlich bessere Mischung aus Tageslicht, Straßenbedingungen und Campingplatz-Verfügbarkeit.

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Routen sind Startpunkte — eure echten Reisedaten, Gruppengröße und euer Tempo verändern Reihenfolge und Übernachtungen. Schickt uns euren Entwurf, und wir melden uns mit einer maßgeschneiderten Version.