Neuseeland wirkt auf der Karte klein. Ist es aber nicht. Von Auckland nach Queenstown mit dem Wohnmobil sind es rund 1.500 km plus Cook-Strait-Fähre, und auf dem State Highway 1 gilt 100 km/h. Die meisten Erstbesucher unterschätzen die Fahrzeiten um 30–40 %, weil Neuseeland bergig ist, viele Straßen zweispurig sind und es zahlreiche einspurige Brücken gibt. Das ehrliche Minimum für eine Nord-Süd-Route liegt bei 14 Nächten; 21 Nächte sind deutlich entspannter. Für einen ersten Eindruck auf nur einer Insel sollten Sie 7–10 Nächte einplanen.

Wie viel Zeit brauchen Sie wirklich?

Eine gute Faustregel: Planen Sie mit etwa 200–300 km Fahrstrecke pro Tag, nicht mit 400. So bleibt Zeit für die Orte, wegen derer man ans andere Ende der Welt fliegt – das Hooker Valley am Aoraki, die Pancake Rocks bei Punakaiki, Cathedral Cove auf der Coromandel-Halbinsel – ohne erst um 21 Uhr am nächsten Holiday Park anzukommen. Eine 14-tägige Südinsel-Rundreise ab Christchurch deckt Kaikoura, Nelson, die West-Coast-Gletscher, Wanaka, Queenstown, Milford Sound und Tekapo ab, ohne gehetzt zu wirken. Kürzen Sie das auf 10 Tage, fällt meist entweder die West Coast oder Milford weg.

Wann Sie den Camper buchen sollten

Für die Hauptsaison von Dezember bis März (neuseeländischer Sommer) sollten Sie das Fahrzeug 5–8 Monate vorher buchen. Die Cook-Strait-Fähren sind im Januar und zu Ostern oft ausgebucht – reservieren Sie diese am besten gleichzeitig mit dem Wohnmobil, nicht erst später. In der Nebensaison (April–Mai und Oktober–November) reichen häufig 6–10 Wochen Vorlauf, und Sie haben trotzdem noch Auswahl bei den Grundrissen.

Was Sie klären sollten, bevor Sie ein Angebot anfragen

Drei Angaben machen die Planungsgespräche sinnvoll: ein grober Reisemonat (oder ein Zwei-Wochen-Fenster), Abhol- und Rückgabeort (Auckland, Christchurch und Queenstown sind die drei wichtigsten Depots) sowie die Anzahl der Reisenden. Alles Weitere – Fahrzeuglayout, Routenform, Fährzeiten – ergibt sich daraus.